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Traditionsveranstaltung Geländefahrt „Onkel Toms Hütte“
Ein Bericht von und mit Hans Harbeck


Hans Harbeck, der 29 Jahre als Sport- und Fahrtleiter einen großen
Anteil an den Erfolg der Geländefahrt „Onkel Toms Hütte“ des MSC
Kaltenkirchen hatte war in jungen Jahren ein erfolgreicher
Enduropilot, der auf einer Zündapp und später als einer der ersten
deutschen Piloten eine Husqvarna durch die Wälder pilotierte.
Neben 4 norddeutschen Geländemeistertiteln und dem deutschen
Vizemeistertitel 1965 in der Klasse 250 ccm war Hans auch bei den
Six-Days 1967 in Polen und 1968 in Garmisch-Partenkirchen sehr
erfolgreich.
Die Geländefahrt ,,Onkel Toms Hütte“ wurde erstmalig Ostern 1955 rund um Kaltenkirchen ausgetragen.
Der Name ,,Onkel Tom’s Hütte“ stand in Zusammenhang mit einem Campingplatz an der Bundesstraße 4 vom damaligen ersten Vorsitzenden Wulf.
Die Geländesportveranstaltung der klassischen Art wurde auch von einigen Fahrern als die Six Days der kleinen Enduristen bezeichnet.
Die Rundenlänge auf den damaligen Truppenübungsplatz in Moorkaten und den anliegenden Flurstücken betrug ca. 60 Kilometer und der größte Teil der Strecke führte die Piloten durch Wälder und Schlammpassagen.
Die Veranstaltung erfreute sich nicht nur in Deutschland großer Beliebtheit, sondern auch in Skandinavien wurde bei den Endurofahrern Ostern fest in Kaltenkirchen eingeplant.
Grund dafür war der Importeur von Husqvarna (Wilhelm Hennig) , der seinerzeit bei uns ansässig war und sehr guten Kontakt zum damaligen Präsidenten der FIM Moto Cross Kommission Tage Magnusson hatte.Tage stammte aus Schweden und war von unserem Rennen so begeistert, das er in seiner Heimat motorsportliche Reklame machte.
Teilweise waren ca. 150 Fahrer aus Schweden am Start und in den Listen der Gesamtsieger findet man den auch so bekannte Namen wie Rekordgesamtsieger Hans Hansson (9x Gesamtsieger), die Enduroweltmeister Peter Hansson und Anders Erikkson.
 
Hans Hansson Peter Hansson
Zu ihnen gesellten sich aber noch Finnen und jede Menge Holländer.
Welchen hohen Stellenwert die Veranstaltung in Schweden hatte belegt eine Aussage des
Siegers von 1997 Anders Erikkson....
"Wenn du Weltmeister wirst interessiert das in Schweden niemanden, wenn du allerdings den Novemberkasan gewinnst bist du ein Großer, wenn du dann noch das Gotland Grand National gewinnst bist du ein ganz Großer, und wenn du dann noch ,,Onkel Tom’s Hütte“ gewinnst bist du der Allergrößte."
Auch die Bundeswehr stellte lange Zeit eine eigene Mannschaft und wir vergaben einen Behördenpokal.
Anfangs befand sich das Park Ferme in Kaltenkirchen auf dem Marktplatz und später dann auf dem Festplatz in Kaltenkirchen.
 
Ab Mitte der 60er Jahre gab es dann das berühmte Abschlussmotocross auf Moorkaten.
 
1989 erlebte in Kaltenkirchen, wärend der Ostertage, die neue Husaberg ihre Weltpremiere.

Eine weitere Steigerung kam ab 1990 mit der Int. "Baltic-Classic-Enduroserie". Diese Veranstaltungsreihe umfasste den Päijänne-Runt in Finnland, Onkel Toms Hütte/D und den Novemberkasan in Schweden.Es wurden DM 10 000 ausgeschüttet. Die Sieger unter anderem Sven-Erik Jönsson/S, Dick Wicksell/S (Foto) und Jani Laksonen/FIN.

Da es aber von Jahr zu Jahr immer wieder Probleme mit den Behörden gab, der Termin zu Ostern war auch gleichzeitig die Brut- und Setzzeit der einheimischen Vögel, und auch die Genehmigungen durch die Flughafengesellschaft Hamburg für das Gelände nicht mehr erteilt wurde stand der MSC Kaltenkirchen bald ohne ausreichendes Gelände dar.
1997 war dann leider die letzte Veranstaltung

Hier nun ein paar Impressionen von der 2-Tage Fahrt „Onkel Toms Hütte“
Bilder und Zeitungsberichte einer Traditionsveranstaltung
(Bildmaterial und Zeitungsberichte wurden uns von Hans Harbeck, Holger Zankel und Heinz Zankel
zur Verfügung gestellt

weitere Bilder folgen.......... |